Topas

Beim Topas handelt es sich um einen Edelstein, welchen man unter dem Namen Finder’s Diamant kennt. Andere Bezeichnungen für den edlen Stein sind Tarnstein, Physalith, Wassertropfen, Magok-Diamant, Schorlit, Pyknit und Stangenstein. Nachfolgend erfährt man mehr über den Heil- und Schmuckstein, der auch bei Hildegard von Bingen zum Einsatz kam.

Entstehung und Fundorte des Topas

Primär entsteht der Topas bei einer Metasomatose des fluorhaltigen Gases auf saurem magmatischem Stein. Dieser bildet eigene Gesteinsgruppen und gilt als besonders witterungsbeständig. Deswegen findet man den Edelstein auch häufig in Flusssedimenten. Die verschiedenen Farben des Topas entstehen aufgrund von unterschiedlichen Materialien, welche beigemengt wurden.

Wenn Phosphor hinzukommt, erhält der edle Stein eine goldene Farbe. Er färbt sich durch Mangan braun. Eisen lässt ihn rot und blau schimmern. Chrom bewirkt bei dem Edelstein eine gelbe Färbung. Oft kommt der Topas mit Apatit, Beryll oder Mineralien aus der Gattung der Turmaline vor.

Am meisten wurde der Edelstein bereits in Brasilien gefunden. Weitere Fundorte sind unter anderem Mosambik, Japan, Mexiko, Algerien, Amerika, Afghanistan, Deutschland, Norwegen, Birma, Myanmar, Russland, Japan, Pakistan, Tschechien, Sri Lanka, Schweden und Schweiz.

Chemische Zusammensetzung des Topas

Der Topas hat eine Mohs’sche Härte von acht. Er lässt sich vollkommen spalten. Beim Topas ist die Transparenz durchsichtig bis durchscheinend sowie der Bruch muschelig und uneben. Der edle Stein mit der weißen Strichfarbe zeigt einen Glasglanz. Zudem ist der Topas in seiner reinsten Form ein farbloser Edelstein, welcher optisch an Glas erinnert. Erst aufgrund der schon erwähnten Fremdbeimengungen tritt die natürliche Farbgebung auf.

Mythen und Geschichte des Topas

Schon in der Bibel liest man vom Topas. Der edle Stein soll im Brustschild Aarons bewirkt haben, ihn in gefährlichen Situationen unbesiegbar zu machen. Neben den weiteren elf bedeutungsvollen Edelsteinen hat man auch den Topas in der Jerusalemer Stadtmauer im Himmel eingebaut. Laut der Offenbarung des Johannes galt er als der neunte dieser zwölf Grundsteine. Diese stellen die apokalyptischen Steine dar und sind dazu da, um Feinde abzuwehren. Zugleich stehen sie sowohl für Schönheit als auch für Glanz.

Selbst während der Antike galt der Topas als bedeutender Edelstein. Er war ein Machtsymbol für den Herrscher. Der edle Stein soll ihm Weisheit verliehen haben. Für den Sonnengott Ra galt er als Sinnbild im alten Ägypten. Auch in der hinduistischen Mythologie wurde der Topas verehrt. Man schätzte diesen als kostbaren Helfer. Die Menschen glaubten schon früh daran, den Verstand mit dem Stein zu schärfen sowie das Leben zu verlängern.

In den afrikanischen Ländern fand er bei unterschiedlichen Heilungsritualen Anwendung. Die alten Römer und Griechen verbanden mit dem Topas Apollo, ihren Gott des Lichts. Zudem stand dieser Edelstein bei ihnen für die sittliche Reinheit, die Weissagung und die Künste. Während des Mittelalters wurde der Physalith immer mehr zu einem nützlichen Schmuckstück.

Bei den Indern glaubte man, dass das Tragen des Topas über den Herzen für Klugheit, Schönheit und für ein langes Leben sorgt. Während der Renaissance wurde er als Schutz-Amulett getragen, um Zaubersprüche zu brechen und schlechte Laune zu zerstreuen. Die Seeleute wiederum nahmen an, dass sich mit dem Edelstein das stürmische Meer besänftigen ließe.

Eigenschaften und besondere Merkmale des Topas

Bei günstigen Bedingungen kann der Topas besonders groß werden. Damit sind Kristalle, die ein Gewicht von 100 Kilogramm aufweisen, keine Seltenheit. Der größte Kristall, welcher bislang gefunden wurde, soll ungefähr 2.500 Kilogramm wiegen.

Man ordnet den Topas dem orthorombischen Kristallsystem zu. Er kann mit dem Lötrohr keinesfalls geschmolzen werden. Bei der Temperatur von mindestens 1.350 Grad Celsius verliert der Edelstein Fluor. Dieser geht dann in Sollimanit und Korund über. Der Topas ist oberflächlich von einer reinen, konzentrierten Schwefelsäure angreifbar. Wenn der Stein in sie eingelegt wird, zersetzt er sich. Lediglich in einer verdünnten Form gilt Schwefelsäure für den Topas als nicht schädigend.

Bedeutung des Topas

Der Topas stellt einer der bekanntesten und beliebtesten Schmucksteine dar. Die Bedeutung des Edelsteins war bereits in der Antike und im Mittelalter enorm. Nicht nur damals, sondern auch in der heutigen Zeit werden ihm heilende Wirkungen und Kräfte nachgesagt. Aus diesem Grund ist er ein inspirierender Heilstein. Dieser steht als ein Symbol für die Treue.

Wirkungen und Anwendungsmöglichkeiten des Topas

Im körperlichen Bereich kann man mit dem Topas gegen verschiedene Beschwerden vorgehen. Der Heilstein soll gegen Übelkeit helfen. Man nimmt an, dass mit ihm die Beschwerden im Hals gelindert werden können. Des Weiteren ist es möglich, den Edelstein gegen Frauenleiden einzusetzen. Es wird angenommen, dass er bei Magen-Darm-Problemen hilft. Der Topas soll zur Beruhigung der Nerven beitragen. Außerdem schreibt man ihn die Kräftigung von Herz und Kreislauf zu. Der edle Stein kann eine unterstützende Hilfe bei Hormonstörungen sein.

Man glaubt, dass der Topas gegen Erschöpfung hilft. Zudem ist es möglich, ihn gegen Schlaflosigkeit anzuwenden. Es heißt, dass der Edelstein zur Verringerung von nervösen Kopfschmerzen beiträgt. Er soll einen positiven Effekt bei Erkrankungen der Nieren und der Leber zeigen. Mit dem Heilstein kann man Atemnot, Bronchitis, Husten, Schnupfen und Fieber lindern. Außerdem vermutet man, dass der edle Stein bei Verletzungen hilft. Durch den Topas besteht die Möglichkeit, die Geschmacksnerven zu stimulieren. Es gibt die Annahme, dass er die Wirbelsäule kräftigt.

Der Topas unterstützt bei der Behandlung von lokalen Infektionen. Er soll zur Verminderung von chronischem Übergewicht beitragen. Man schreibt dem Heilstein die Anregung des Stoffwechsels und die Stimulierung von trägen Körperfunktionen zu. Durch die Anwendung des Edelsteins ergibt sich eine Besserung bei depressiven Verstimmungen. Es wird geglaubt, dass er bei Essstörungen hilft. Mit dem Stein ist es möglich, gegen Lebensmittelunverträglichkeiten vorzugehen. Überdies ist man der Annahme, dass er zur Linderung von Augenleiden beiträgt.

Des Weiteren steht der Topas für einen inspirierenden Edelstein. Dieser kann insbesondere die musischen Eigenschaften bei einem Menschen wecken. Aus diesem Grund sehen gerade Künstler wie etwa Schauspieler, Sänger und Maler den Physalith als Glücks- und Schutzstein. Weiterhin steht der edle Stein als Verbindung zwischen dem Himmel und der Erde. Er kann ebenso zu der Umwelt eine Verbindung herstellen. Überdies soll der Heilstein die Selbstbestimmung, die Toleranz, die Weitsichtigkeit und den Freiheitsdrang stärken. Er fördert bei Frauen die Fruchtbarkeit.

Bei der geistigen Entwicklung ist mit dem Topas das Lösen der Blockaden möglich. Dazu kann er für Sicherheit und Verlässlichkeit sorgen. Durch den Edelstein wird die natürliche Autorität gefördert. Man glaubt, dass sich mit ihm die Nervosität bekämpfen lässt. Mit der Anwendung des Heilsteins lässt sich die Selbstsicherheit stärken. Darüber hinaus verleiht er mehr Gelassenheit. Der edle Stein trägt dazu bei, Erfahrungen zu verarbeiten. Weiterhin lässt er die eigene Individualität erkennen und akzeptieren.

Es wird angenommen, dass der Topas beim Anerkennen der eigenen Erfolge hilft. Der Heilstein kann Großzügigkeit bewirken. Er lässt die eigenen Talente erkennen und sorgt für deren Förderung. Überdies ist es möglich, dass der Edelstein die Herzlichkeit, das Charisma und die Seelenwärme fördert. Durch ihn erfolgt die Unterstützung der Selbstliebe. Der Stein hilft beim Verwirklichen der eigenen Wünsche.

Als Schmuckstein ist der Topas besonders beliebt. Er kann aufgrund seines faszinierenden Farbspektrums begeistern. Dabei ist die Farbgebung besonders intensiv. Außerdem zählt der Topas wegen seiner Härte zu den Schmucksteinen, die auf der ganzen Welt am meisten verwendet werden. Aufgrund des durchwegs häufigen Vorkommens ist er ebenso mit größeren Steinen noch verhältnismäßig erschwinglich.

Im Normalfall schleift man den Topas in Facetten. Jedoch gibt es für den Edelstein keinen speziell bevorzugten Schliff. Gerade in Schmuckstücken wird er häufig mit dem Baguette-, Brillant-, Tropfen-, Octagon- oder Triangelschliff versehen. Vor allem die unterschiedlichen facettierten Schliffe bewirken bei dem Topas aufgrund des Lichteinfalls ein funkelndes Spiel. Deswegen wird der Stein lediglich seltener mit einem Rundschliff versehen.

Reinigung und Pflege des Topas

Wenn man den Topas trägt und anwendet, verliert er an Kraft. In Laufe der Zeit vermindern sich damit seine Heilungskräfte. Deswegen ist es ganz entscheidend, ihn regelmäßig von den Unreinheiten und Strahlungen zu befreien, welche er aufgrund der Anwendungen aufnimmt. Zur Reinigung und Entladung eignet sich lauwarmes Wasser.

Für die Aufladung legt man den Topas am besten während der Nacht in eine Schale, in welcher sich auch ein Bergkristall befindet. Durch die Kraft der Morgensonne wird das Aufladen verstärkt. Jedoch ist darauf zu achten, dass es nur die Morgensonne sein darf. Denn die Kraft der Sonne entzieht bei besonders vielen Edelsteinen die Farbe. Aus diesem Grund wird oft der Topas mit der Zeit dann immer blasser, wenn er zu starker Sonneneinstrahlung ausgesetzt ist.

Der Stein in der Esoterik des Topas

Prinzipiell kann der Topas auf jedem Chakre zum Einsatz kommen. In Abhängigkeit von der Varietät sind die Wirksamkeiten auf ein spezielles Chakra besonders individuell. Ein farbloser Topas, wie etwa der Silbertopas wirkt hervorragend auf dem Kronenchakra. Den Goldtopas und den gelben Topas kann man auf dem Solar-Plexus-Chakra sehr gut anwenden, während der Blautopas sich optimal auf dem Halschakra einsetzen lässt.

Für die Sternzeichen Jungfrau, Löwe und Wassermann gilt der Topas als wichtiger Hauptstein. Bei den Jungfrau-Geborenen sind es insbesondere der Goldtopas und der gelbe Topas. Diese stärken neben dem Durchhaltevermögen den Mut und unterstützen die Selbstverwirklichung. Wassermännern wird dazu geraten, sich für den blauen Topas zu entscheiden. Denn er steigert ihr Selbstbewusstsein sein und fördert die Kreativität. Der Silbertopas erzielt bei den Löwen in den meisten Fällen hervorragende Wirkungen.

Mit der Sonne wird der Topas in Zusammenhang gebracht. Das Feuer ist sein Element. Zusammen mit Citrin gilt er als Geburtsstein für den November. Jedoch assoziiert man mit dem Edelstein auch den vierten Hochzeitstag.