Schungit

Bei Schungit geht es um einen Edelstein, der auch als Schungitstein, Schungitkohle, Shungit, Algenkohle oder Instranzeff’sches Schungit bezeichnet wird. Im Jahr 1877 hat man diesen Stein nach einem Ort benannt, an welchem er gefunden wurde. Dabei geht es um das Dorf Shunga, welches in Karelien, also nordwestlich in Russland liegt. Alexander Inostranzev, Geologieprofessor und Korrespondent der Sankt Petersburger Akademie der Wissenschaften, definierte den Stein als ein neues, jedoch letztes Mitglied der nicht kristallinen Kohlenstoffe, welcher keine Steinkohle ist. Weiterhin werden dem Schungit zahlreiche Wirkungen nachgesagt. Diese untermauern tatsächlich viele wissenschaftlichen Untersuchungen und zahlreiche Erfahrungsberichte. Noch mehr Wissenswertes über den dunklen Edelstein kann in diesem Artikel nachgelesen werden.

Entstehung und Fundorte des Schungits

Unter Schungit versteht man ein Sedimentgestein. Das ist ein Ablagerungsgestein mit einer biogenen Herkunft. Die biogenen Bestandteile des Steins werden durch Algen repräsentiert. Vor etwa 600 Millionen Jahren begann die Entstehung von Schungit. Damals starben Algen auf dem See- oder Meeresgrund ab und wurden wegen mangelnder Belüftung nicht zersetzt. Die Algenmassen überlagerten einander. Sie wurden zu Faulschlamm. Im Lauf der Zeit entwässerte das Sediment. Es verfestigte sich zu Schungit.

Bis jetzt wurde der Edelstein auf der Erde nur an wendigen Fundorten entdeckt. Die bekannten Vorkommen dieses Gesteins befinden sich in den russischen Karelien, in Finnland, in den österreichischen Regionen Hohe Tauern und Kitzbüheler Alpen, in den indischen Gebieten Chennai, Tamil Nadu, Mangampeta, Kodur Mandal und Cuddapah.

Chemische Zusammensetzung des Schungit

Während im Schungit Kohlenstoff als Hauptbestandteil vorherrscht, besteht dieses dunkle Gestein außerdem aus den Mineralien Feldspat, Quarz, Fullerit und Chlorit sowie auch einem Wasseranteil vom 7,76 Prozent. Der Glanz des Edelsteins variiert zwischen glasartig und matt. Poliert kann er auf metallisch gesteigert werden. Die Transparenz von Schungit ist undurchsichtig. Seine Mohshärte liegt bei 3,5 bis vier auf der zehnstufigen Skala der Härte von Gesteinen. Der Edelstein weist eine Dichte zwischen 1,9 und 2,1 Gramm pro Kubikmeter auf.

Mythen und Geschichten rund um den Schungit

Russische Wissenschaftler nehmen an, dass es bei Schungit um Fragmente des ehemals kollabierten Planeten Phaeton geht, die laut einer griechischen Sage an der Bernsteinküste niedergingen. Außerdem erinnert der Edelstein optisch wegen seiner dunklen Farbe etwa an Holzkohle. Tatsächlich ist Schungit ein Kohlenstoff-Fulleren. Dessen Moleküle anordnen sich in Fünf- oder Sechsecken symmetrisch an. Sie sind innen hohl.

Eigenschaften und besondere Merkmale des Schungits

Die Farbe des Schungit reicht von dunkelgrau bis schwarz. Zum Teil weist sie auf der Oberfläche einen farbigen Schimmer auf und lässt sich mit Labradorit vergleichen. Dass der Edelstein schwarz ist, liegt an dem Kohlenstoffgehalt, welcher bis zu 98 Prozent betragen kann. Seine Strichfarbe ist grau-schwarz. Wenn man also Schungit über ein unglasiertes Porzellantäfelchen streicht, ist der grau-schwarze pulverisierte Abrieb zu sehen.

Bedeutung des Schungits

Schungit kann als Schmuck-, Heil-, Schutz- und Glückstein Verwendung finden. Der Edelstein ist ein trendiges Accessoire, welcher Liebe und Freundschaft versinnbildlicht. Weiterhin soll er mehrere gesundheitsfördernde Auswirkungen haben. Von dem Schutzstein wird alles Negative achtsam absorbiert. Lediglich positive Energien gibt er an den Träger ab. Überdies bringt Schungit ihm Glück in sämtlichen Lebensbereichen.

Wirkungen und Anwendungsmöglichkeiten von Schungit

Durch Schungit besteht die Möglichkeit, gegen verschiedene physische Krankheiten vorzugehen. Man kann mit ihm Nierenkrankheiten bekämpfen. Des Weiteren soll der Heilstein gegen Gallenbeschwerden helfen. Außerdem glaubt man, dass er zur Linderung von Lebererkrankungen beiträgt. Überdies ist es möglich, mit Schungit gegen die Fehlfunktion des vegetativen Nervensystems anzugehen. Es heißt, dass er bei Kreislaufkrankheiten hilft. Zudem kann der Edelstein zum Einsatz kommen, um Rheuma zu lindern. Weiterhin nimmt man an, dass er Erkältungen verringert. Weiterhin ist es möglich, dass der Stein gegen Diabetes hilft.

Daneben gibt es die Gelegenheit, Schungit gegen die Entzündung der Mundschleimhaut anzuwenden. Weiterhin trägt er zu einem Rückgang von Allergien bei. Der Edelstein soll für eine klarere Gesichtshaut sorgen und dort gegen Falten vorgehen. Man glaubt, dass er gegen Hautausschläge hilft. Es ist möglich, Schungit gegen Juckreiz einzusetzen. Ferner kann er bei Erkrankungen der Verdauungsorgane angewendet werden. Bestehen Beschwerden beim Bewegungsapparat, soll der Heilstein hier zu Verbesserungen beitragen. Es wird angenommen, dass er alle Regenerationsprozesse auf natürliche Art anregt und auf dem Körper eine vitalisierende Wirkung hat.

Weiter soll Schungit dabei helfen, Angst vor Isolation, materiellen Schaden und Verlust zu überwinden. Er kann gegen Depressionen angehen. Mit dem Edelstein hat man die Chance, destruktive Gedanken und alte Gewohnheiten loszulassen. Zudem trägt er dazu bei, Gelegenheiten entschlossen wahrzunehmen. Weiterhin ist es möglich, dass Schungit kontaktfreudiger macht. Mit ihm soll die Hilfsbereitschaft gesteigert werden. Des Weiteren hilft der Heilstein dabei, alle Gewohnheiten hinter sich zu lassen, selbstständig zu denken und nach Lösungswegen zu suchen. Über dies fördert er die Selbstverantwortung.

Man kann Schungit weiterhin zum Mineralisieren und Reinigen von Trinkwasser einsetzen. Auch das Anreichern des Wassers und der Böden mit entsprechenden Mineralien ist durch ihn möglich. Der Stein schenkt als reicher Mineraldünger den Pflanzen Kraft. Damit sorgt er für ein rasches und besseres Wachstum.

Außerdem findet Schungit als Körperschmuck Verwendung. Er erfreut sich in den Ketten großer Beliebtheit. Der Edelstein wird zudem an den Ohrringen gerne getragen. Selbst an den Ringen sorgt er für ein gutes Aussehen. Die Armreifen aus Schungit gelten auch immer als schöner Blickfang.

Des Weiteren ist Schungit ein attraktiver Raumschmuck. Durch schöne Würfeln, Pyramiden oder Kugeln harmonisiert er das Biofeld vom Menschen und seinen Wohnraum. Der Edelstein kann als Dekorationsgegenstand in einem Zimmer eine außergewöhnliche und individuell Atmosphäre schaffen. Zugleich besteht die Möglichkeit, ihn als Schutz gegen elektromagnetische Wellen zu verwenden.

Reinigung und Pflege des Schungits

Als Erstes ist es wichtig, dass Schungit achtsam gereinigt wird. Das erfolgt vorzugsweise in einem handwarmen Wasserbad. Nach ungefähr ein bis zwei Stunden legt man den Edelstein auf die Fensterbank zum Trocknen. Dort kann er sich aufladen. Allerdings sollte man unbedingt darauf achten, dass möglicherweise dem Heilstein zu viel Sonnenlicht schadet. Nachdem die Aufladezeit von zwei Stunden erfolgt ist, besteht die Möglichkeit, Schungit für verschiedene Zwecke anzuwenden.

Der Schungit in der Esoterik

In der Astrologie ordnet man Schungit dem Steinbock und dem Saturn zu. Menschen mit dem Sternzeichen Steinbock sind in ihrem Leben bodenständig, hartnäckig und verantwortungsbewusst. Der Planet Saturn gilt als Symbol für das Gesetz, das Gewissen, aber auch für die Bodenhaftung.

Außerdem hat Schungit für alle Sanskrite die Chakra-Zuordnung harmonisierend. Jedes Chakra besitzt seine individuelle Schwingungsbandbreite, durch das sich die seelische Kommunikation steuern lässt. Anhand der Schwingung des Heilsteins gibt es mit dem Chakra eine Resonnierung. Dadurch sorgt der Edelstein für einen vielfältigen Energieaustausch mit dem Körper. Er ist dazu fähig, alle Arten von energetischen Blockaden zu lösen. Überdies verbindet Schungit die Sonnenstruktur mit der Erdenstruktur in einer harmonischen Anordnung.