Peridot

Glänzend und lebhaft grün zeigt sich der Peridot. Er ist in unterschiedlichen Grüntönen erhältlich. Während weitere Edelsteine meistens in unterschiedlichen Farben vorkommen, ist der Peridot stets grün. Nur die Nuancen können entsprechend voneinander abweichen. Der Peridot zählt zu den Edelsteinen, von welchen der Herkunftsort ganz exakt bestimmbar ist. Das hängt mit den Einschlussmineralien zusammen. Alles Weitere, was man zum Peridot wissen sollte, kann in diesen Artikel nachgelesen werden.

Entstehung und Fundorte des Peridot

Die Entstehung vom Peridot als Teil der Olivingruppe erfolgt in tieferen magmatischen und basischen Gesteinen. Zu den am meisten auftretenden Silikaten im Erdmantel gehört Olivin. Dieser Stein gilt als gesteinsbildend. Weil seine Entstehung in größeren Tiefen stattfindet, kommt er an die Erdoberfläche oft durch Vulkanausbrüche. Sehr charakteristisch ist die Art, wie der Peridot auftritt. Man findet ihn in Krümeln. Dabei ist es schon beachtlich, wenn er die Größe eines Fingernagels erreicht. Die Kristalle vom grünen Mineral erscheinen orthorhombisch. Er verfügt über eine etwas geringere Härte im Gegensatz zum Quarz.

Der Peridot tritt ziemlich oft auf. Meist kommt er in Ägypten, Afghanistan, Australien, amerikanischen Arizona und New Mexiko, Brasilien, Birma, China, Island, Italien, Kanarische Inseln, Kanada, Kenia, Pakistan, Norwegen, österreichischen Steiermark, Südafrika, Sri Lanka, Russland und Tansania vor. Allerdings findet man den Edelstein auch in Deutschland, und zwar im Harz, Odenwald, Schwarzwald und der Eifel.

Chemische Zusammensetzung des Peridot

Bei dem Peridot geht es um ein Magnesium-Eisensilikat mit der chemischen Formel [(Mg,Fe)2SiO4]. Er gehört der Klasse der Silikate an. Der Vertreter der Olivin-Gruppe, welcher nach dem Eisenanteil klassifiziert wird, nimmt die Mittelstellung ein. Das bedeutet, dass der Peridot fast zu gleichen Teilen aus Magnesium und Eisen besteht. Die Farbe des Edelsteins ist grün, ganz oft flaschengrün. Liegt der Talassakit länger an der Luft, oxidiert er aufgrund des Eisengehalts grünbräunlich bis braun. Außerdem lassen die höheren Eisenanteile den Edelstein grüner erscheinen. Die höheren Magnesiumgehalte hingegen verursachen gelblichere Farbgebungen. Wegen des höheren Magnesiumanteils bezeichnet man gelblich-grünen Peridot ebenso als Forsterit-Olivin. Der Peridot hat eine weiße Strichfarbe.

Mythen und Geschichte des Peridot

Schon seit mindestens 3.500 Jahren wird der Peridot abgebaut. Auf der Insel Zebirget, die sich in Ägypten befindet, ist die bedeutendste antike Fundstelle heute jedoch schon ausgeschöpft. Dieser Stein war der Lieblingsstein von Kleopatra, welche um 30 vor Christus lebte. Von den Ägyptern wurde er Edelstein der Sonne genannt. Selbst in der Bibel liest man über den Peridot, in der steht, dass Mose auf dessen Schutzwirkung vertraute. Von ihm wurde er als Brustschild verwendet, damit das grüne Mineral ihn vor den Feinden beschützt. Früher zierte der Peridot viele heilige und königliche Artefakte. Auch die Piraten vertrauten ihn. Denn sie setzten diesen Stein zum Schutz vor dem Schrecken der Nacht und den bösen Geistern ein. Erstmals fand man den Peridot um 1.500 vor Christus am Roten Meer. Den Edelstein brachten die Seefahrer später ebenso nach Europa.

Eigenschaften und besondere Merkmale des Peridot

Dem orthorhombischen Kristallsystem folgend kristallisiert der Peridot. Er bildet, prismatische, kurze und massige Kristalle. Der Glanz des Edelsteins ist glasartig, zum Teil ebenfalls fettig. Seine Dichte beträgt 3,27 bis 3,37 Gramm pro Kubikmeter. Die Mohshärte vom grünen Mineral liegt bei sieben. Weiterhin ist die Spaltbarkeit beim Peridot unvollkommen und der Bruch muschelig. Die Transparenz des Edelsteins reicht von opak bis durchsichtig.

Bedeutung des Peridots

Unter vielen Bezeichnungen taucht der Name Peridot auf. Er wird grünes Gold oder Abendsmaragd genannt. Bekannt ist er ebenso unter Chrysolith, Olivin, Hawaiit, Hyalosiderit, Sideroskelpt und Talassakit. Woher allerdings die direkte Bedeutung vom Namen stammt, kann leider nicht historisch einwandfrei belegt werden. Manche Quellen definieren ihn als Edelstein, dessen Bezeichnung vom griechischen Begriff peridóa herkommt. Das heißt übersetzt im Überfluss geben. Der Name Chrysolith, ein Synonym des Steins, der insbesondere in Deutschland lange gebräuchlich war, stammt aus dem griechischen Wort chrysos, das Goldstein bedeutet. Früher wurde Chrysolith nicht nur für den Peridot benutzt, sondern war Namensgeber für goldglänzende, durchsichtige und grüne Steine. Er wird als Schutz-, Glück- und Heilstein angewendet.

Wirkungen und Anwendungsmöglichkeiten des Peridot

Auf die Galle und die Leber kann der Peridot eine anregende Wirkung haben. Er soll außerdem die Thymusdrüse und die Bauchspeicheldrüse bei ihren Aufgaben im Körper unterstützen. Man nimmt an, dass der Edelstein zur Stärkung der Haut beiträgt und gegen Warzen, Schuppenflechten, Pilzen, Ekzemen und Allergien hilft. Er soll gegen trockene Haut wirken. Bei den Augen glaubt man, dass er für eine klarere Sicht sorgt. Der Hawaiit kann gegen Astigmatismus und Kurzsichtigkeit helfen. Es wird angenommen, dass er die Wehentätigkeit und die Einleitung der Geburt fördert. Zudem trägt der Edelstein zur Stärkung der Immunabwehr bei. Er unterstützt die allgemeine Regeneration. Des Weiteren soll der Peridot den Stoffwechsel anregen. Darüber hinaus unterstützt er die Nebennieren bei ihrer Funktion. Man geht davon aus, dass der Edelstein das Bindegewebe kräftigt. Überdies wird ihm nachgesagt, dass er die Bildung der Blutkörperchen unterstützt. Weiterhin fördert das grüne Mineral das Herz bei dessen Tätigkeit. Überdies soll es eine intensive Entgiftung bewirken.

Es wird davon ausgegangen, dass der Peridot bei Ärger, Depressionen und Schuldgefühle helfen kann. Auch glaubt man, dass er dazu beiträgt, seelische Verletzungen zu heilen. Ferner soll der Edelstein den Ausdruck der Freude, Dynamik und Toleranz unterstützen. Daneben fördert er die Kontaktfreudigkeit. Angeblich hält der Chrysolith unter Ehepaaren die Liebe frisch. Oft nimmt man an, dass er Hoffnung gibt. Das grüne Mineral soll Nervosität bekämpfen. Man nimmt an, dass er gegen Neid wirkt.

Durch den Peridot ist es möglich, die Balance zwischen Körper und Geist herzustellen, da geglaubt wird, dass er ihnen bei Stress und Melancholie hilft. Überdies soll der Edelstein Lernvermögen und Tatkraft unterstützen. Zudem geht man davon aus, dass das grüne Mineral Wut und Trauer löst. Es kann mit Belastungen aufräumen. Des Weiteren wird angenommen, dass der Talassakit das Loslassen und Neuanfänge unterstützt. Auch fördert er die Konzentration.

Wegen seiner interessanten grünen Farbe kommt der Peridot ebenso als Schmuckstein zum Einsatz. Jedoch kann normaler Olivin auch bei der Glasproduktion verwendet werden, wenn es um die Herstellung von hitzebeständigen Gläsern geht. Weiterhin nutzt man ihn, um Eisenerzpellets zu fertigen. Bei Holzvergasungsprozessen dient der Edelstein als Katalysator. Außerdem ist er ein passabler Wärmespeicher, da dieser bei höheren Temperaturen im Gegensatz zu einem normalen Akku als Leistungsspeicher verwendet werden kann. Darüber hinaus hat der Sideroskelpt für die Sauna seine Berechtigung als Aufgussstein. Derzeit arbeitet man daran, den Stein zur Gestaltung der Innenräume zu verwenden, zum Beispiel als Arbeitsplatte, Wandverkleidung und Bodenbelag. Zur Nutzung als Heilstein wird dieser am besten auf die Haut aufgelegt oder unter anderem am Hals getragen. Das Edelsteinwasser, das man mit dem Stein herstellt, kann innerlich und äußerlich helfen.

Reinigung und Pflege des Peridot

Durch den unmittelbaren Kontakt mit der Haut ist es unabwendbar, dass sich Hautfett, Reste von Cremes oder Schmutzpartikel auf dem Peridot absetzen. Das Beste ist, ihn mit lauwarmem Wasser zu reinigen. Es ist dabei jedoch auf Seife oder weitere Reinigungsmittel zu verzichten, damit die positiven Eigenschaften des Steins nicht beeinträchtigt werden. Zur Vermeidung von Kalkablagerungen kommt im Idealfall bei der Reinigung kalkfreies Wasser zum Einsatz. Für die Trocknung vom Edelstein sollte auf keinen Fall ein Föhn benutzt werden. Stattdessen ist es besser, ihn auf einem Tuch an der Luft trocknen zu lassen. Denn das Föhnen oder das Heißwasser können beim Hyalosiderit die natürlichen Heilungsrisse beschädigen. Selbstverständlich kann der Edelstein lediglich solange die positiven Wirkungen weitergeben, wie dieser selber mit Energie entsprechend versorgt wird, welche er abgeben kann. Aus dem Grund ist es entscheidend, dass man ihn immer wieder entlädt und auflädt.

Zur Entladung sind Hämatit-Trommelsteine hervorragend geeignet. Es ist auch möglich, Schmuck wie Anhänger oder Ketten mit Hämatit in einer trockenen Schale zu entladen. An der Sonne wird der Peridot aufgeladen. Hierfür eignet sich eine Bergkristallgruppe. Während der Aufladung in der Sonne muss darauf geachtet werden, dass die Hitze keineswegs zu groß wird. Dafür ist die Mittagszeit weniger gut geeignet. Am besten ist es, den Edelstein am Morgen oder Nachmittag ein Sonnenbad zu gönnen, sodass er sich erneut aufladen kann. Mithilfe der Sonne und der Bergkristalle wird es dem Hawaiit ermöglicht, dass er sich ausruht und erholt. Er kann so dem Träger wieder neue Energien zur Verfügung stellen und ihn so am besten bei körperlichen und psychischen Problemen unterstützen.

Der Peridot in der Esoterik

Dem Peridot werden in der Astrologie starke Schutz- und Heilwirkungen zugesprochen. Zugewiesen ist er den Sternzeichen Schütze und Fische. Jedoch wird das grüne Mineral keinen der Planeten als Planetenstein zugeordnet. Er gehört als Monats- und Geburtsstein zum Monat August. Laut der Astrologie verleiht der Edelstein allen im August geborenen Menschen einen klaren Blick und einen scharfen Verstand. Zusätzlich wird allgemeines Lebensglück gewährt.

Am besten wirkt die Kraft vom Peridot durch das Herzchakra. Denn das liegt daran, dass er eine einzigartige und durchscheinend grüne Farbe hat und somit ein kräftiger Stein ist. Wird er auf das Herzchakra aufgelegt, kann dieser in den Körper besonders gut eindringen. Das grüne Mineral schenkt dem Menschen aufgrund der Verbindung mit dem Herzchakra eine harmonievolle und tiefe Beziehung, welche Körper besser mit dem Geist verbindet. Wegen seiner feinen Schwingungen braucht der Hawaiit bei der Meditation Zeit, damit er sich entfalten kann. Allerdings ist die Wirksamkeit von dem Edelstein besonders stark. Gerade Menschen, welche den Kräften dieser Steine gegenüber keineswegs so sensibel sind, können mithilfe vom Peridot einen persönlichen Zugang erreichen. Man sagt dem grünen Mineral nach, dass er Hellsichtigkeit möglich macht oder sogar in die Zukunft Blicke öffnet, wenn man ihn auf das dritte Auge auflegt.