Amethyst

Der Name Amethyst kommt aus dem griechischen Wort amethyein. Das bedeutet „nicht betrunken“, was auf den entgiftenden Effekt von diesem Edelstein anspielt, welcher wohl Trunkenheit verhindert. Daher trugen ihn die griechischen Landsleute bei sich. Heutzutage weiß man, dass selbst der starke Amethyst keineswegs vor Berauschtheit bewahren kann. Nachfolgend erfährt man mehr über diesen Edelstein, der auch Stechapfelstein, Kap-Amethyst oder Säuferstein genannt wird. 

Entstehung und Fundorte des Amethysts

Von Experten konnte herausgefunden werden, dass der Amethyst einen hydrothermalen Ursprung hat und sich bei einer Temperatur zwischen 100 und 250 Grad Celsius aus schwach eisenhaltigen Lösungen herauskristallisiert. Häufig kommen an den Stellen, wo es diesen Edelstein gibt, ebenso weitere Varianten von Quarz zum Vorschein. Diese alle sind als Füllung von Drusen oder auch in Ergussgesteinen zu finden. Zudem können sie besonders groß sein und teilweise als Anschauung dienen. Jedoch entstehen die Kristalle in einem Hohlraum. In Brasilien gibt es sehr wertvolle und schöne Vorkommen vom Amethyst. Weitere Hauptfundorte sind Namibia, Uruguay, Russland, Madagaskar, Marokko und Sri Lanka. Selbst in der Bundesrepublik ließ und lässt sich dieser Edelstein immer wieder finden, wie beispielsweise bei dem Steinkaulenberg in Idar-Oberstein. Die hier entdeckten Amethyste sind blau-lila. Allerdings ist hier ein Abbauen verboten. Im Rahmen von einem Schaubergwerk haben Interessenten die Möglichkeit, die Fundstelle des Edelsteins anzusehen. Andere Fundorte sind Erzgebirge, Thüringer Wald, Hunsrück und Sauerland. Selbst im europäischen Ausland stieß man auf Amethystvorkommen, wie etwa im Maissau in Österreich. Seit dem Jahr 1999 hat die dortige Amethyst-Gesellschaft begonnen, einen Gang zu Grabungen freizulegen, welcher mittlerweile einzigartig auf der ganzen Welt ist. Andere dieser Fundstellen sind in Nord-Finnland, Niederösterreich, Griechenland, Spanien, Portugal, Slowakei und weiteren Länden zu finden. 

Chemische Zusammensetzung des Amethysts

Aufgrund der chemischen Zusammensetzung Siliciumdioxid (SiO2) ist der Amethyst ein Vertreter von der Mineralklasse der Oxide. Bei den Oxidmineralien geht es bei dem Edelstein um eine Version von Quarz. Zu diesem gehören zum Beispiel ebenso Bergkristall, Rosenquarz, Citrin, Achat, Tigerauge und Opal. Dem trigonalen Kristallsystem entsprechend kristallisiert der Amethyst. Er bildet pseudohexagonale, lange und prismatische Kristalle aus. Oft erscheinen die Aggregate als eine Ansammlung von Kristallspitzen. Allerdings können sie ebenso als kugelige Aggregate vorkommen. Bei einem Amethyst ist der Bruch muschelig. Dieser Edelstein weist keinerlei Spaltbarkeit auf. Bei undurchsichtiger bis durchsichtiger Transparenz ist der Glanz vom Amethyst glasartig. Er gehört zu den harten Mineralien, da seine Mohshärte bei sieben liegt. Die Dichte vom Amethyst beträgt 2,63 bis 2,65 Gramm pro Kubikzentimeter. 

Mythen und Geschichte des Amethysts

Allerdings trugen die Griechen diesen Edelstein ebenso gegen böse Gedanken und Zauberei. Dieser sollte schlechte Gedanken in das Gegenteil kehren, Gefahren abwenden und vor den falschen Freunden bewahren. Bei der römischen Mythologie nannte man ihn auch Bacchusstein. Diese Bezeichnung stammt von den Mythos, dass die Göttin Diana eine Nymphe in den Amethyst verwandelt hat, weil sie auf die Liebe eifersüchtig war, welche eine Nymphe zu dem Weingott Bacchus hatte. Über diesen Edelstein wurde auch in der Bibel geschrieben. In der Offenbarung von Johannes galt der Amethyst als der Letzte der zwölf Grundsteine bei der Jerusalemer Stadtmauer. 

Eigenschaften und besondere Merkmale des Amethysts

Die sehr klare und kräftige Farbe gehört zu den herausragendsten Eigenschaften von dem Edelstein. Jedoch hat nicht jeder Amethyst diese tief violette Farbe, welche als Erkennungszeichen dieses Steins geschätzt wird. Es ist möglich, dass er ebenso in weiteren Intensitätsstufen vorkommt, bis schließlich zu einem Rosa-Ton. Die farbliche Ausprägung hängt davon, wieviel Gehalt an Mangan und Eisenoxiden im jeweiligen Amethyst enthalten sind. Erhitzt man ihn auf höchstens 470 Grad Celsius, wird er gelb. Hierbei entsteht das Mineral Citrin. Wenn man die Erhitzung bis auf etwa 740 Grad Celsius fortsetzt, erhält der Edelstein eine grüne Farbe. Durch eine Radiumstrahlung besteht die Möglichkeit, diese Verfärbungen rückgängig zu machen. Setzt man den Amethyst mehrfach dem Sonnenlicht aus, wird dieser im Lauf der Zeit blasser, demnach seine Farbe heller. Reibt man diesen Stein über unglasiertes Porzellan, tritt die Strichfarbe auf, welche bei sämtlichen Mineralien ausgewiesen wird. Diese ist beim Amethyst weiß. Der Edelstein ist weder magnetisch noch radioaktiv. Aufgrund seiner äußerlich erkennbaren Merkmale ist es möglich, dass der Amethyst mit Fluorit oder Cordierit verwendet wird. Die Größe dieses Steins ist unterschiedlich. Sie variiert von dem Kleinststein bis hin zum mannhohen Drusen. Der größte Amethyst der Welt trägt die Bezeichnung The Empress of Uruguay (die uruguayische Kaiserin). Dieser Edelstein ist genau genommen kein einzelner Kristall, sondern eine aufgetrennte Amethystdruse. Sie ist 3,27 Meter hoch und wiegt 2,5 Tonnen. 

Bedeutung des Steines Amethyst

Im Vergleich zu dem Bergkristall verbirgt sich die besondere Bedeutung vom Amethyst und seinen nachgesagten Heilkräften in der inneren Struktur. Durch diese wird der Energiefluss in zwei unterschiedliche Drehrichtungen abgeleitet. Aus diesem Grund wird bei dem Amethyst in linksdrehende und rechtsdrehende Kristalle unterschieden, weswegen sie ebenso verschiedene Heilwirkungen auf die Psyche und den Körper haben. Die rechtsdrehenden Kristalle, also die männlichen Kristalle mit den zugesprochenen Yang Eigenschaften, sind aufgrund ihrer spitz zulaufenden Spitze erkennbar. Linksdrehende Kristalle, demnach die weiblichen Kristalle mit den Yin Eigenschaften, kann man durch ihre Kanten unterscheiden. Allgemein gilt, dass weibliche und männliche Kristalle auf das entsprechend andere Geschlecht ihre stärkste Wirkung ausüben. Auf der anderen Seite stärken diese ebenso die klassischen Eigenschaften vom eigenen Geschlecht. Aufgrund dieser seltenen Fähigkeit, die beiden Energien zu symbolisieren, wird der Amethyst als starker Heilstein angesehen, welcher ebenso zum Reinigen von anderen Heilsteinen zum Einsatz kommt. 

Wirkungen und Anwendungsmöglichkeiten des Amethysts

Man sagt, dass der Amethyst einen heilenden Effekt hat. Dieser bezieht sich insbesondere darauf, dass der Edelstein Schmerzen lindert und nach Erkrankungen auf die physische Regeneration einen guten Einfluss nimmt. Es ist bekannt, dass in ihrem Buch über Edelsteine Hildegard von Bingen viel Nützliches über den Amethysten schrieb. Sie bezeichnete diesen als heilendes Mittel von der Naturmedizin, jedoch in dem Bewusstsein, dass ebenso das Glauben an den heilenden Effekt wahre Wunder hervorbringen kann. Durch den Edelstein sollen Kopfschmerzen und Migräne positiv beeinflusst werden, insbesondere, wenn diese aufgrund von Verspannungen und Wetterfühligkeit auftreten. Auch wird dem Amethyst nachgesagt, dass er bei Hauterkrankungen wie Akne hilft. Seit mehreren Jahrhunderten nutzt man den Stein gegen Halsschmerzen, Stoffwechselkrankheiten, Juckreiz, Entzündungen, Blutergüsse, Schwellungen sowie Schlangen- und Insektenbisse. Ein Großteil der Wirkung vom Amethyst beruht darauf, dass man an seine Kräfte glaubt. Es besteht die Möglichkeit, die menschliche Psyche von einer derartigen Anwendung positiv zu beeinflussen. Deswegen ist es nicht verwunderlich, dass der Edelstein ein Talisman ist, der sehr gern getragen wird. Dafür kann man den Amethyst in allen beliebigen Formen mit sich führen. Schmuckhersteller bieten zum Beispiel Schutzengel aus diesem Stein an. Des Weiteren soll der Amethyst bei Suchtverhalten helfen, Ängste nehmen sowie die Seele bei Trauer und anderem Kummer unterstützen. Durch ihn werden die wahren, wichtigen Freundschaften vom Träger gekräftigt. Selbst Personen mit Albträumen haben die Möglichkeit, auf den Amethyst zurückzugreifen. Zudem kann dieser zu großer Freude beitragen. Damit dient der Edelstein schließlich dem allgemeinen Wohlbefinden vom Träger. Auch sagt man dem Amethyst reinigende Kräfte nach. Er soll die Konzentration stärken sowie belastende und überflüssige Gedanken vertreiben. Des Weiteren glaubt man, dass er die Objektivität beim Denken fördert. Aufgrund dessen gelangt der Anwender rascher zu Entscheidungen. Außerdem überwindet er Lernprobleme, Unsicherheiten, Prüfungsangst und andere belastende Gefühle. In der heutigen Zeit suchen die meisten Menschen nach dem inneren Frischen, der mit Gelassenheit und Ruhe einhergeht. Dabei soll der Edelstein helfen, dass man diese Gefühle wiederfindet und behält. Man glaubt, dass durch den Amethyst Hemmungen vertrieben und Blockaden gelöst werden, was vor allem beim Schlafen das Verarbeiten von Konflikten mithilfe von Träumen fördert. Es ist hilfreich, diesen Stein unter das Kopfkissen während der Nacht zu legen. Eine weitere Möglichkeit ist das Heilwasser: Hierzu legt man den Amethyst in ein Glas Wasser für einige Stunden und trinkt dann dieses auf nüchternen Magen. Wenn man den Edelstein als Schmuck am Körper trägt, wehrt dieser Erkrankungen ab. Der Amethyst gibt seinen heilenden Effekt an den Körper des Trägers weiter. Bei diesen Edelsteinbehandlungen gibt es überhaupt keine negativen Begleiterscheinungen. Aus diesem Grund darf dieser Heilstein selbst bei Heranwachsenden und Tieren längerfristig zur Anwendung kommen. Besonders gut entfaltet der Amethyst seine Wirksamkeit, wenn dieser aufgelegt wird. Drusen, die in einem Zimmer aufgestellt werden, aktivieren die Raumenergie. Sie haben auf die ganze Räumlichkeit eine befreiende und reinigende Wirkung. 

Reinigung und Pflege des Amethysts

Damit der Amethyst entladen wird, ist eine gezielte Reinigung mit Wasser notwendig. Dabei legt man den Heilstein über einige Stunden in klares Wasser. Dann wird dieser mit einem unparfümierten, sauberen Tuch ganz vorsichtig trocken gerieben. Nun ist eine Neuaufladung mit dezentem Licht der Sonne jederzeit wieder möglich. Diese sollte allerdings maximal 30 Minuten betragen, da ansonsten beim Amethyst Farbverlust droht. Liegt der Edelstein über längere Zeit unbenutzt in einem Sammelschrank oder in einer Schublade, empfiehlt es sich, diesen Stein vor dem Anwenden noch mal eine Reinigung mit Wasser durchzuführen. Denn durch die Staubpartikel kann es passieren, dass der Energieaustausch gehindert wird. 

Der Amethyst in der Esoterik 

Das astrologische Zuordnen vom Amethyst erfolgt zu den bestimmten Sternzeichen Wassermann, Steinbock, Widder, Fische und Jungfrau. Im Chakra werden diesem der Scheitel und die Stirn zugeteilt. Der Amethyst gilt für Fische als bedeutender Hauptstein. Dieser Stein öffnet für die anstehende Liebe. Dabei hilft der Amethyst dem Träger, Gefühle fantasievoll auszudrücken. Er ist jedoch ebenso für die Sternzeichen Schütze und Widder ein wichtiger Nebenstein. Dieser Edelstein lehrt dem Widder Hingabe und steigert dessen Spiritualität. Es ist ihm möglich, die vorhandenen Zweifel vom Schützen zu lösen. Er regt die Intuition durch die Meditation an. Dabei kann dieser einfach auf dem Kronenchakra eingesetzt oder lediglich angeschaut werden. Zudem gibt der Amethyst mehr Vertrauen zum Leben, Harmonie, Frieden und Wärme.